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Feb

2012

19.02.2012 VCM Winterlaufserie II

Panzer oder doch Gazelle? (c) Veranstalter Panzer oder doch Gazelle? (c) Veranstalter

Diesmal ein kurzer Bericht über einen Lauf im Prater: VCM Winterlaufserie Teil II. Wieder einmal galt es 3x7km und die restlichen 97,5 Meter – wer die exakt vermisst, den möchte ich einmal sehen – zu laufen. Am Start die österreichische Königin im Langestreckenlauf, Andrea Mayr, die die 14km mit einem lockeren 3:30min/km Schnitt abspulte. Auf Platz 1 im Halbmarathon ein extraterrestrisch laufender Rainer Predl in 01:12:27 – meine Hochachtung.

 

Da ich aber nicht nur der Huldigung dieser Leistungen und des Besuchs einer Messe in Wien angereist bin, bin ich auch gelaufen. Eben 3x7km + 97,5 Meter.

 

Davor ging es zum Aufwärmen vom Prater zum Kraftwerk Freudenau, über die Donauinsel zum Handelskai und wieder retour in den Prater. Nach einem Frühstück in Form von Snickers und einem Viertelliter Wasser wagte ich mich an den Start. Pünktlich um 10:00 ging es bei Windstille, zarten Plusgraden und einer Idee von Sonne los.

 

Irgendwie fehlte mir heute die gewohnte Leichtigkeit - also mehr Panzer als Gazelle. Ich lief zwar konstante Zeiten, aber der Punch und die Lockerheit fehlte. Vielleicht waren die gefühlten 180km – nicht mit dem Auto, zu Fuß, also laufend – seit Montag und die davor gelaufenen gut 20km, dann doch ein wenig viel. Aber was soll’s.

 

Runde 1: 27:31min

Runde 2: 27:14min

Runde 3: 27:07min

97,5m: 00:14min

 

Addiert man diese Zeiten kommt man auf eine Endzeit 01:22:08 und den 14. Gesamtplatz. Die Leistung passt und ich bin zufrieden.

 

Einziger Wermutstropfen, dass manche Personen Leistungsentwicklungen durchmachen, von denen ich meilenweit entfernt bin und nur träumen kann. Trotzdem fällt es mir schwer, mich nicht mit diesen Personen zu vergleichen, da ich diesen früher mehrmals die Stirn bieten konnte.

 

Doch wie im Leben sollten wir realistisch bleiben und unsere Kraft in die Dinge investieren, die wir gut können. Die wir gerne machen. Anstatt Idealen hinterherzuhecheln, die utopisch sind. Einzig der Vergleich mit sich selber sollte zählen. An dem kann man ganz einfach feststellen ob man sich weiterentwickelt hat. Nicht stehen zu bleiben sondern ständig neue Ziele zu suchen, neue Pläne zu schmieden und versuchen diese umzusetzen. Das macht das Leben zu dem was es ist.

 

Einzigartig und schön.

 

Katharina Elisabeth Goethe, die Mutter des großen Poeten, sagte einmal:

 

„Wie viele Freuden werden zertreten, weil die

Menschen meist nur in die Höhe gucken und, was zu

ihren Füßen liegt, nicht achten.“

 

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